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Japanischer Kampfsport im Deutschen Reich (Marcus Coesfeld)

Japanischer Kampfsport im Deutschen Reich

 

Adaptierung und Entwicklung von Jiu-Jitsu und Judo, 1905-1945

Wie wurde japanischer Kampfsport im Deutschen Reich betrieben?

Marcus Coesfeld bietet erstmals eine umfassende Darstellung von Jiu-Jitsu und Judo in Deutschland und zeichnet von den Anfängen um 1905 bis zum Verbot 1945 nach, wie die japanischen Kampfsportarten eingeführt, verändert und politisch instrumentalisiert wurden.

Auf Basis bislang unbekannter Quellen erzählt er die Geschichte eines Kulturtransfers zwischen Faszination, Anpassung und Ideologie.

So eröffnen sich neue Perspektiven auf Sport, Politik und Gesellschaft in einer bewegten Epoche – und darauf, wie eng Körperkultur und Zeitgeschichte verflochten sind.

 

ca. 318 Seiten
Autor: Marcus Coesfeld

 

 

Interview mit dem Autor (durch den Verlag):

 

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Geschichte des japanischen Kampfsports in Deutschland ist bislang nur randständig erforscht worden, obwohl Jiu-Jitsu und Judo seit dem frühen 20. Jahrhundert überall präsent waren. Die Dissertation schließt diese Forschungslücke, indem sie erstmals systematisch untersucht, wie diese Praktiken adaptiert, umgedeutet und politisch instrumentalisiert wurden. Damit leistet sie einen Beitrag zur Kultur-, Wissens- und Transfergeschichte des 20. Jahrhunderts. 

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch versteht japanischen Kampfsport nicht primär als sportliche Disziplin, sondern als historisch wandelbares kulturelles Wissenssystem. Es rekonstruiert die konfliktreichen Aneignungsprozesse, in denen diese Praktiken im Spannungsfeld von Exotik, Nützlichkeit und Ideologie verortet wurden. Dabei zeigt es, wie unterschiedliche Akteure den japanischen Kampfsport selektiv umdeuteten und in jeweils eigene politische, pädagogische oder gesellschaftliche Deutungsrahmen integrierten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema berührt zentrale Debatten der neueren Geschichtswissenschaft zu Transkulturalität, Wissenszirkulation, Körpergeschichte und politischer Instrumentalisierung von Kultur. Am Beispiel des japanischen Kampfsports lassen sich Fragen nach Aneignung, Ideologie und kultureller Übersetzung besonders prägnant untersuchen. Das Buch zeigt, dass Sport- und Körperpraktiken wichtige Quellen zur Analyse moderner Gesellschaften und ihrer politischen Selbstbilder sind.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten mit Historikerinnen und Historikern der internationalen, kultur- und sporthistorischen Forschung, ebenso mit Japanologinnen und Sozialwissenschaftlerinnen, die sich mit Körper, Gewalt und Ideologie beschäftigen. Darüber hinaus ist mir der Austausch mit Praktikern aus dem Kampfsport wichtig, um historische Analyse und gegenwärtige Selbstverständnisse miteinander ins Gespräch zu bringen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine Kulturgeschichte des japanischen Kampfsports in Deutschland zwischen Aneignung, Ideologie und politischer Instrumentalisierung von 1905 bis 1945.

Hersteller "transcript"